So, nachdem nun nach und nach die Eingewöhnung an der HFF hinter mir liegt und ich auf mehr oder weniger regelmäßige Vorlesungen zurück greifen kann, nehmen die ersten Projekte auch Form an.
Zumindest ganz einfach.
So, willkommen zurück, zum zweiten Teil der Bewerbung an der HFF.
Hier geht es nun um die dramaturgisch-wissenschaftliche Analyse eines Films, freier Wahl.
Lange habe ich überlegt, was man am besten nimmt. Nimmt man jetzt einen bekannten Film oder einen weniger bekannten Film? Nimmt was Deutsches oder was Fremdes?
Nimmt man einen Hollywoodfilm oder einen Arthouse-Film?
Lange gingen die Überlegungen hin und her und ich hatte zeitweise darüber nachgedacht, “Kampfansage – Der letzte Schüler” zu nehmen. Aber dann fiel mir ein, dass ich 2002 “das Experiment” von Oliver Hirschbiegel gesehen habe, welcher mich damals dermaßen gefesselt hat, dass ich wirklich schweißgebadet den Fernseher ausgeschaltet habe.
Das war für mich Ausschlag gebend genug, diesen Film zu wählen.
Hallo und “grüzie”.
Nachdem ja in den letzten Tagen etliche neue Leser den Weg auf diese Seiten gefunden haben und ich einige Anfragen bezüglich meiner Bewerbung bekommen habe, werde ich den nun längst überfälligen Beitrag hier endlich einmal ausführen.
Meine Bewerbung bezog sich natürlich lediglich auf den Produktions-Studiengang, wie es in den anderen Studiengängen aussieht, kann ich nicht wirklich ausführlich sagen.
Hallo und willkommen zurück.
Gestern hatten wir endlich unsere erste Vorlesung. Filmgeschichte.
Morgens um 10 Uhr gehts los. Mit der Vorlesung. Prof. Dr. Peter Wuss gibt uns Einblicke in die Filmgeschichte und in die speziellen zeitlichen Bereiche. Leider ist der Herr schon ein wenig älter und nicht mehr der Dynamischste. Die ganze Zeit las er aus einer Buch oder irgendwelchen Papieren vor, die er sich vermutlich in den vergangenen 20 Jahren zusammen getragen hat. Ich nehme an, er las aus diesem Buch vor:
FILMANALYSE UND PSYCHOLOGIE: STRUKTUREN DES FILMS IM WAHRNEHMUGSPROESS
So,
am Donnerstag war es dann nun endlich soweit. Unsere ersten Filme wurden präsentiert.
Obwohl ich ihn nicht wirklich als meinen ersten HFF Film bezeichnen möchte.
Letzten Samstag fanden nun endlich einmal sehr interessante Filmpremieren statt. Wieder einmal war das Babylon in Berlin Mitte Austragungsort für eben jene. So wurden die sogenannten F1 Filme der HFF Studenten der ersten Jahrganges gezeigt. Die F1 ist die erste richtige große Filmübung für die Studenten und beschäftigt sich direkt mit dem Thema “Dokumentarfilm”.
Für den Dreh stehen maximal 5 Filmrollen á knapp 10 Minuten zur Verfügung. Also einfach mal draufhalten, wie es bei DV so gerne gemacht wird, ist hier nicht.
Und die Filme, die dort liefen, waren einfach der Hammer. Man merkt sofort, dass es ein ganzes anderes Medium ist, auf dem gedreht wird. Es ist einfach kein Video mehr. Es ist Film. Und es macht Spaß sich damit auseiander zu setzen.
Meine Freundin und Jette sind schon ganz aufgeregt auf nächstes Jahr, wenn dann hoffentlich einer meiner Filme läuft.
Besonders betroffen hat mich der Film “Licht bricht sich”, in dem eine in einem Berliner Hospiz-lebende Frau begleitet wird. Sie hat sich bereits damit abgefunden, dass sie in naher Zukunft sterben wird, und das war das Interessante an diesem Film. Mit welcher Gelassenheit und mit welcher Offenheit diese Frau gesprochen hat über ihren Tod und ihre konkreten Wünsche. Einfach unglaublich.
Dies ist das Thema unseres ersten Filmes. Zusammen gewürfelt in ca. 10 Mann Teams aus allen Studiengängen, müssen wir zu diesem Thema einen kleinen Film erstellen. Hört sich leicht an, aber wenn man mal so darüber nachdenkt, ist das gar nicht mal so einfach. Abgesehen davon, dass keiner der Leute seinen immatrikulierten Posten einnehmen darf. Sprich, ich darf keine Produktion machen. Und der Regie-Student keine Regie. Tja, mal sehen was dabei heraus kommt. Die technischen und stilistischen Anforderungen, die man uns vorab mitgeteilt hat, sprechen aber dafür, dass es hier nicht um Eleganz und technische Perfektion gehen soll, sondern eher um Spaß, Teamfähigkeit und die ersten Hürden spielerisch zu überstehen. Ich bin mal gespannt wie das morgige zweite Treffen wird. Unsere derzeitige Idee ist zwar in Ordnung, aber um so mehr ich darüber nachdenke, finde ich sie nicht sonderlich gut. Habe mich dann gleich mal mit meiner besseren Hälfte hingesetzt und den Hausfrauentest gemacht und gleich noch Ideen gesammelt. Die werde ich morgen früh mal in den Raum werfen und sehen, wie sie ankommen.
Sollte es dazu kommen, dass die Herrschaften sich gegen die Idee aussprechen, womit ich nicht so das Problem habe, dann werde ich die Idee aber in Kürze selber umsetzen.
Mal sehen was wird.
So, nachdem ja nun fest steht, wie unser Stundenplan aussieht, kann man sich ja ruhig mal ein wenig mit der Filmgeschichte beschäftigen. Nicht, dass es was bringen würde im Bezug auf Noten und Mitarbeit, da wir eine fast 7 stündige Vorlesung haben werden mit insgesamt drei Studiengängen. Anwesend werden Regie, Produktion und Drehbuch sein.
Nicht, dass ich nicht damit gerechnet hätte. Aber heute ist es Wahrheit geworden. Wir haben unseren vorläufigen Stundenplan bekommen.
Und ich muss schon sagen, das wird ein harter aber sicherlich sehr interessanter Weg in dem nächsten Semester.
Montags widmen wir uns 5 Stunden lang der Filmgeschichte. Nicht uninteressant.
Dienstag wird einer unserer freien Tage. Alle zwei Wochen können wir uns aber dafür auf Rechnungswesen und BWL freuen. Gut, dass ich es nicht studiert habe, kriege ich ja hier gleich mit! Und das von 9 Uhr morgens bis nachmittags um 5. Fett.
So, habe meine letzten beiden Tage damit verbracht, mir die Beschreibung der einzelnen Studiengänge anzuhören. Eine durchaus interessante Angelegenheit, um einfach mal mitzubekommen, was die Anderen denn so machen. Aber so langsam beginnt das Ganze schon ein wenig langatmig zu werden und mir in den Fingern zu kribbeln. Habe nicht wirklich Lust den ganzen Tag in dem Kino zu hängen und mir Vorträge anzuhören. Langsam will ich was machen, Dinge lernen, mich ausprobieren und Filme machen.