Wir haben an der HFF eine erste Übung, die für alle Regie- und Kamerastudenten Pflicht ist, wir Produktioner haben das Glück, diese Übung freiwillig machen zu dürfen.
Es handelt sich um die sogenannte F1, die Dokumentarfilmübung.
Ziel ist es mit knapp 600m 16mm Filmmaterial (das entspricht ungefähr 50 Minuten Material) einen 8 bis 12 minütigen Dokumentarfilm zu produzieren.
Dabei soll eher eine Beobachtung, als ein “talking head” Film entstehen.
Da bin ich wieder.
Der Film “René” von Helena Trestikovas gewann die Goldene Taube 2008 vom DOK Leipzig.
Schön ist besonders die Begründung der Jury:
So, da bin ich wieder, zurück vom Dokfilm Festival in Leipzig.
Das Dokfilm Festival ist ein Dokumentar- und Animationsfestival, welches seit mittlerweile 51 Jahren in Leipzig veranstaltet wird, und sich in den letzten Jahren extrem gesteigert hat und nun kurz davor steht einen A-Festival Status zu erhalten.
Letzten Samstag fanden nun endlich einmal sehr interessante Filmpremieren statt. Wieder einmal war das Babylon in Berlin Mitte Austragungsort für eben jene. So wurden die sogenannten F1 Filme der HFF Studenten der ersten Jahrganges gezeigt. Die F1 ist die erste richtige große Filmübung für die Studenten und beschäftigt sich direkt mit dem Thema “Dokumentarfilm”.
Für den Dreh stehen maximal 5 Filmrollen á knapp 10 Minuten zur Verfügung. Also einfach mal draufhalten, wie es bei DV so gerne gemacht wird, ist hier nicht.
Und die Filme, die dort liefen, waren einfach der Hammer. Man merkt sofort, dass es ein ganzes anderes Medium ist, auf dem gedreht wird. Es ist einfach kein Video mehr. Es ist Film. Und es macht Spaß sich damit auseiander zu setzen.
Meine Freundin und Jette sind schon ganz aufgeregt auf nächstes Jahr, wenn dann hoffentlich einer meiner Filme läuft.
Besonders betroffen hat mich der Film “Licht bricht sich”, in dem eine in einem Berliner Hospiz-lebende Frau begleitet wird. Sie hat sich bereits damit abgefunden, dass sie in naher Zukunft sterben wird, und das war das Interessante an diesem Film. Mit welcher Gelassenheit und mit welcher Offenheit diese Frau gesprochen hat über ihren Tod und ihre konkreten Wünsche. Einfach unglaublich.