Oh Mann,
ich habe ja viel erwartet, bzw. eigentlich nicht viel erwartet, nachdem ich das Leonardo Da Vinci Kreuzworträtsel ja schon mehr als grenzwertig empfand.
Aber wie es sich doch mit schlechten Erwartungen verhält; man wird positiv überrascht.
Ich möchte damit jetzt nicht andeuten, dass der Film gut wäre, aber trotzdem komme ich nun aus dem Kino und bin der Meinung, dass er mir besser gefallen hat, als es das “So dark the cone of man” Schnitzeljagd durch die Welt vor einigen Jahren getan hat.
Vielleicht liegt es einfach daran, weil sich die Geschichte quasi auf einen Platz, nämlich Vatikanstadt und Rom konzentriert und ich mich mit Rom aufgrund meines kurzzeitigen Besuches letzes Jahr sehr gut damit anfreunden konnte.
Ich weiß nicht, woran es noch liegen könnte.
Ich glaube, das ist der Grund.
Salopp gesagt bringt es Ron Howard fertig, in knapp 140 Minuten so gut wie kaum Spannung und Thrill in einem Thriller aufkommen zu lassen, wie es für Ron Howard üblich ist.
Lediglich “Kopfgeld” konnte ich mich bisher wirklich begeistern.
Aber “illuminati” glänzt durch aufgesetzte Action, die eigentlich keine ist, weil lediglich Autos wild durch die Stadt fahren. Um den Thrill zu heben, explodiert mal vielleicht ein Auto. Aber mehr ist nicht.
Worum geht es? Nun ja, fassen wir es mit einem guten Zitat von den Fünf Filmfreunden zusammen.
Symbologe Robert Langdon (Forrest Gump) wird mal wieder gebraucht. Im CERN hat jemand einen Eimer mit Antimaterie mitgehen lassen und droht nun damit denVatikan zu sprengen. Das kommt denkbar ungelegen, denn grade ist der der Heilige Vater Koppheister gegangen und das Konklave berät wer ihm nun nachfolgen soll.
Obwohl die unmittelbare Sprengung des Vatikan vor der Tür steht, haben die Kirchenoberen die Ruhe weg und wenig Verständnis für den Papstvertrauten, den Camerlengo (Obi Wan Kenobi), der drängt man möge doch später weiter Rauchzeichen machen und erstmal ne Runde evakuieren. Doch die Kirchenväter bleiben bockig und so ist es an Robert Langdom und Violetta Vendetta (die schärfste Granate die das CERN zu bieten hat) herauszupuzzlen, wo der Eimer Antimaterie versteckt steht. Blitzschnell kommt Langdon auf den Trichter, dass die Illuminati hinter der Bedrohung stehen. Dafür sprechen feine Hinweise die nur ein Symbologe entschlüssen kann (zum Beispiel das Wort Illuminati das einem Onkel vom CERN eingebrannt wurde). Ein fröhliche Sightseeing-Schnitzeljagd quer durch Rom beginnt. Werden Langdon und Violetta herausfinden wo die Bombe versteckt ist? Und was hat die Schweizer Garde mit alledem zu tun?
Eigentlich kann ich mir alles weitere sparen, weil mir Batzman wieder mal aus der Seele spricht.
Alles an diesem Film gestaltet sich als vorhersehbar (in irgendeiner Art und Weise), die Charaktere wirken hölzern und zeigen weder einen wirklichen Konflikt als auch einen Antrieb. Hier fällt lediglich der Chef der Schweizer Garde raus, der ein wenig Profil in den Film brachte.
Auch Armin Müller-Stahl, der am Ende noch schon eingängig um “Gnade” bittet, hat in meinen Augen durchaus prestige-würdigere Leistungen hingelegt.
Alles in Allem bleibt nicht viel bei mir hängen, außer ein absurd-bekloppt-vorhersehbares Ende, hölzern-uninteressante Charaktere und eine Story, die lediglich durch seinen semi-provokanten Ansatz und den Fakt, dass es auf eiemn Buch von Dan Brown gründet, von seiner Einfachheit ablenkt.
Wenn man es genau betrachtet, geht es auch nur wieder um einen langweiligen terroristischen Akt mit Geiselnahme und einem Helden, der das Fiasko aufhalten soll und kann.
Lediglich Rom und der Vatikan als Spielstätte des Ganzen sind in meinen Augen ein interessanter Aspekt des Ganzen.
Der Rest ist Langeweile.
[...] Gestern waren wir (10 Personen) im Kino und haben uns “Illuminati” angeschaut. Eigentlich Pflicht, wenn man Da Vinci Code gesehen hat und in sich für religiöse Rätsel und Verschwörungen interessiert. Es handelt sich aber bei Illuminati nicht um Sakrileg 2! Illuminati spielt eigentlich vor Sakrileg. Das Kino war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Auch die anderen Kinovorstellungen waren gut besucht. Mal schauen wie das Einspielergbnis wird. Der Plot des Films ist kurz und einfach erklärt: Der Papst ist gesorben und es muss ein neuer gewählt werden (Konklave). Währenddessen wurden 4 Kardinäle von der geheimen Bruderschaft “Illuminati” (die Erleuchteten) entführt. Um entsprechenden Druck auf die Kirche auszuüben klauen die Illuminaten noch etwas Antimaterie aus dem Forschungslabor CERN in Genf. Die Illuminaten drohen zu jeder vollen Stunde einen Kardinal zu töten und um Mitternacht halb Rom und Vatikanstadt “durch Licht” zu zerstören. Der Vatikan weiß nicht weiter und wendet sich an Robert Langdon. Dieser versucht zusammen mit einer CERN Wissenschaftlerin den “Pfad der Erleuchtung” zu finden, die Kardinäle zu retten, die Antmaterie sicherzustellen und das Versteck der Illuminaten aufzudecken. Ich habe nicht viel erwartet und wurde aber auch nicht enttäuscht. Ich habe erwartet, dass er mindestens genauso gut sein wird wie Sakrileg und das hat sich bestätigt. Klar, Tom Hanks (The Da Vinci Code – Sakrileg, Catch Me If You Can, Forrest Gump) hat wieder Robert Langdon gespielt und die hübsche Brünette war diesmal Ayelet Zurer (München, 8 Blickwinkel). Aber Ron Howard hat sich mit Ewan McGregor einen Priester geholt, der seine Rolle überzeugt spielt und Frauenherzen wohl höher schlagen lässt/soll. Ein deutscher Schauspieler durfte natürlich auch nicht fehlen. Während bei Sakrileg Jürgen Prochnow mitspielte, spielte diesmal Armin Mueller-Stahl mit. Illuminati ist deutlich actionreicher als Da Vinci Code. Dafür werden aber in diesem Film weniger Rätsel gelöst, was Freunde der Symbolik nicht freuen wird. Ich hätte mir da etwas mehr erhofft. Durch Drehverbote an verschiendenen Standorten ( ….) war Hollywood gezwungen diese nachzubauen, was ihnen recht gut gelungen ist. Auch hätte ich mir gewünscht, dass man sich etwas mehr an das Buch von Dan Brown hält. Ich selbst habe nur den Anfang des Buches gelesen und dieser kam im Film schon ganz anders vor. Die ständige Einblendung der Uhrzeit erinnerte mich stark an “24″ und Ewan McGregor bleibt für mich eben Obi-Wan Kenobi. Musik kam natürlich wieder aus der Feder von Hans Zimmer und wurde bestens in Szene gesetzt. Ein Soundtrack den es sich lohnt zu kaufen. Ansonsten fand ich den Film gut und schau mir den sicherlich nochmal auf Bluray an. Erstaunlich das dieser Film ab 12 Jahren sein soll, aber Sakrileg war das auch schon. Paul, der vom Filmfach ist, fand den Film nicht ganz so gut und hat sich selbst ein Urteil erlaubt. [...]
tja, die einzige möglichkeit persönlichen trieb in den film zu bringen hat sich ron (warum auch immer) genommen: im buch ist es ihr vater, auf dessen brust das wort illuminati noch nachglimmt - ob der damit wohl im dunkel lesen kann?
möge die macht mit dem camerlengo sein - stirbt der wenigstens auch im film? im buch zündelt er ja n bisschen in papis kirche rum… ach ja. und imbuch ist er der leibliche sohn des kürzlich verstorbenen papstes !() <-da springt sogar das ausrufezeichen aus der klammer. war irgendwas mit einer künstlichen befruchtung oder so. naja, wenn man schon so viel spannung in einem drehbuch hat, dann verzichtet man wohl gern auf persönliche ziele der einzelnen protagonisten, die was nochmal positiv zur folge hätten?
möge der saft mit euch sein!
[...] “illuminati” - Die Ausgelöschten! [...]
Ich hatte einen mittelmäßigen bzw. soliden jedoch nicht sonderlich herrausragenden Film erwarten. Und wurde nicht entäuscht…:-)