Wir haben an der HFF eine erste Übung, die für alle Regie- und Kamerastudenten Pflicht ist, wir Produktioner haben das Glück, diese Übung freiwillig machen zu dürfen.
Es handelt sich um die sogenannte F1, die Dokumentarfilmübung.
Ziel ist es mit knapp 600m 16mm Filmmaterial (das entspricht ungefähr 50 Minuten Material) einen 8 bis 12 minütigen Dokumentarfilm zu produzieren.
Dabei soll eher eine Beobachtung, als ein “talking head” Film entstehen.
Tja.
So wird es wohl sein.
Habe gestern abend beim Zappen einen Film auf ARD gesehen.
Schon alleine der Name ließ es mir kalt den Rücken runter laufen. “Alle Sehnsucht dieser Erde”.
Mal wieder eine von diesen Ziegler-Produktionen.
Aber was mich viel mehr erschüttern ließ, war der Name des ausführenden Produzenten:
Wolfgang Hantke.
So, nachdem nun einige Tage vergangen sind, in denen ich mir den Film nicht angeschaut habe, konnte ich mir jedoch ein paar Gedanken machen.
Und noch kurz eine Meldung aus dem Hause “Dramaturgie-Referat”.
Nachdem ich vor ein paar Tagen noch hätte kotzen können, nimmt alles Hand und Fuss an.
Die Charakterisierungen gehen leichter von der Hand als gedacht, wir haben gemeinsam eine super Struktur entwickelt und auch viele interessante Details aus dem Film entnommen.
Wir werden am Samstag sehen, wie es unserer Dramaturgie-Dozentin gefällt und ob sie uns das Teil um die Ohren wirft, oder nicht.
Tach zusammen.
Mein erstes Referat steht Anfang Januar an. Es geht um die “Merkmale der populären Dramaturgie” am Beispiel des Hitchcockschen Klassikers “North by Northwest” (Der unsichtbare Dritte).
Da die Erwartungen der Dozentin doch sehr hoch sind, ist bei mir der Druck ebenso hoch.
Es gilt in drei Stunden die Exposition des Films bis aufs kleinste zu analysieren und zu schauen, mit welchen Mitteln die Grundsteine des Hauptcharakters, der Handlung, und des Konflikts gesetzt werden.
Ich weiß, ich weiß.
Ich schulde euch noch ein paar Artikel zum Thema “Bewerbung an der HFF”.
Ich habe euch nicht vergessen.
So, nachdem nun nach und nach die Eingewöhnung an der HFF hinter mir liegt und ich auf mehr oder weniger regelmäßige Vorlesungen zurück greifen kann, nehmen die ersten Projekte auch Form an.
Zumindest ganz einfach.
So, willkommen zurück, zum zweiten Teil der Bewerbung an der HFF.
Hier geht es nun um die dramaturgisch-wissenschaftliche Analyse eines Films, freier Wahl.
Lange habe ich überlegt, was man am besten nimmt. Nimmt man jetzt einen bekannten Film oder einen weniger bekannten Film? Nimmt was Deutsches oder was Fremdes?
Nimmt man einen Hollywoodfilm oder einen Arthouse-Film?
Lange gingen die Überlegungen hin und her und ich hatte zeitweise darüber nachgedacht, “Kampfansage – Der letzte Schüler” zu nehmen. Aber dann fiel mir ein, dass ich 2002 “das Experiment” von Oliver Hirschbiegel gesehen habe, welcher mich damals dermaßen gefesselt hat, dass ich wirklich schweißgebadet den Fernseher ausgeschaltet habe.
Das war für mich Ausschlag gebend genug, diesen Film zu wählen.
Hallo und “grüzie”.
Nachdem ja in den letzten Tagen etliche neue Leser den Weg auf diese Seiten gefunden haben und ich einige Anfragen bezüglich meiner Bewerbung bekommen habe, werde ich den nun längst überfälligen Beitrag hier endlich einmal ausführen.
Meine Bewerbung bezog sich natürlich lediglich auf den Produktions-Studiengang, wie es in den anderen Studiengängen aussieht, kann ich nicht wirklich ausführlich sagen.
Hallo und willkommen zurück.
Die Vorlesungen im Fach “Filmgeschichte” ziehen ihre Kreise, eine interessante Entwicklung in der ersten 20 Jahren der Kinematographie wird deutlich und die ersten wirklich sehr extremen Filme entstehen.
David W. Griffith drehte im Jahre 1915 einen ziemlich krassen Film, “Birth of a Nation”. Vielen ist dieser Film sicherlich bekannt, zumindest ausschnittsweise, aus dem Film “Forrest Gump”. Erinnert sich jemand an die Szene am Anfang des Films, wo er darüber erzählt, wie sein Großvater den Ku-Klux-Klan mitbegründete? Man sieht Tom Hanks auf einem Pferd sitzen, komplett in weiß gehüllt und vor einer Herde Ku-Klux-Klan Anhänger reiten. Diese Szene ist aus “Birth of a Nation”, nur das Hanks halt noch einkopiert wurde.
Interessant an diesem Film ist sein ziemlich umfangreicher Aufwand der Produktion. Wir reden hier von knapp 18000 Statisten, 3000 Pferden und ziemlich ausgefeilter Bildkompositionen und das Verknüpfen von Handlungssträngen. In den Jahren zuvor war sowas nicht wirklich üblich, Kino wurde als “Kino der Attraktionen” bezeichnet, weil das Vorführen von Filmen lediglich auf Jahrmärkten passierte. Auch waren der inhaltliche Anspruch der Filme weniger erwähnenswert. Es ging hauptsächlich um das Beobachten und das Zeigen, nicht um das Narrative, sprich dem Erzählen einer Handlung.
Wer sich für diese ersten Filme interessiert, dem lege ich folgende Filme sehr ans Herz, um einfach mal einen Einblick in die Anfänge zu bekommen.