So, das wars.
Zumindest für dieses Semester. Heute war unser letzter Studientag im zweiten Semester.
Und gleichzeitig wurden unsere Erst-Jahres-Dokumentarfilme zum ersten Mal öffentlich gezeigt.
Heute war also der Tag, auf den wir lange gewartet haben und für den wir wochenlang gearbeitet haben.
Als Erinnerung: Dreh war Ende Februar. Wir haben uns 5 Tage lang mit zwei Wrestlern aus Berlin beschäftigt und mit Ihnen unter anderem in Hamburg gedreht.
Es ist zwar schon ne Weile her, aber besser später als nie.
Und schon ist der erste Dreh für die HFF auch schon fast wieder um.
Morgen vormittag noch und dann wars das.
Dann gibt es einen kleinen netten Bericht über den Dreh unserer Wrestling-Dokumentation “Crazy Sexy Mike” und wie wir einen Wrestlingkampf in Hamburg mit 100 Bildern gefilmt und anschließend auf 16mm gebracht haben.
Ich wurde vor kurzem gebeten, mal wieder ein wenig mehr über das Studium an der HFF zu berichten. Ich muss dazu sagen, dass ich gerade sehr viel um die Ohren habe (mehr dazu demnächst!) und kaum Zeit finde, ausführlicher zu berichten.
Wir haben an der HFF eine erste Übung, die für alle Regie- und Kamerastudenten Pflicht ist, wir Produktioner haben das Glück, diese Übung freiwillig machen zu dürfen.
Es handelt sich um die sogenannte F1, die Dokumentarfilmübung.
Ziel ist es mit knapp 600m 16mm Filmmaterial (das entspricht ungefähr 50 Minuten Material) einen 8 bis 12 minütigen Dokumentarfilm zu produzieren.
Dabei soll eher eine Beobachtung, als ein “talking head” Film entstehen.
Letzten Samstag fanden nun endlich einmal sehr interessante Filmpremieren statt. Wieder einmal war das Babylon in Berlin Mitte Austragungsort für eben jene. So wurden die sogenannten F1 Filme der HFF Studenten der ersten Jahrganges gezeigt. Die F1 ist die erste richtige große Filmübung für die Studenten und beschäftigt sich direkt mit dem Thema “Dokumentarfilm”.
Für den Dreh stehen maximal 5 Filmrollen á knapp 10 Minuten zur Verfügung. Also einfach mal draufhalten, wie es bei DV so gerne gemacht wird, ist hier nicht.
Und die Filme, die dort liefen, waren einfach der Hammer. Man merkt sofort, dass es ein ganzes anderes Medium ist, auf dem gedreht wird. Es ist einfach kein Video mehr. Es ist Film. Und es macht Spaß sich damit auseiander zu setzen.
Meine Freundin und Jette sind schon ganz aufgeregt auf nächstes Jahr, wenn dann hoffentlich einer meiner Filme läuft.
Besonders betroffen hat mich der Film “Licht bricht sich”, in dem eine in einem Berliner Hospiz-lebende Frau begleitet wird. Sie hat sich bereits damit abgefunden, dass sie in naher Zukunft sterben wird, und das war das Interessante an diesem Film. Mit welcher Gelassenheit und mit welcher Offenheit diese Frau gesprochen hat über ihren Tod und ihre konkreten Wünsche. Einfach unglaublich.