Ich wurde vor kurzem gebeten, mal wieder ein wenig mehr über das Studium an der HFF zu berichten. Ich muss dazu sagen, dass ich gerade sehr viel um die Ohren habe (mehr dazu demnächst!) und kaum Zeit finde, ausführlicher zu berichten.

Derzeitig habe ich vorlesungsfreie Zeit, was aber nicht bedeutet, dass ich zuhause sitze und DVDs ohne Ende gucke. Wir bereiten gerade unsere Dokumentarfilmübung vor und haben gut zu tun.
Außerdem haben wir die Möglichkeit bekommen, ein Wochenseminar zum Thema “Schreiben für Daily-Formate” zu belegen, welches in just dieser Woche stattfindet.
Ich war am Montag da und empfand es als sehr interessant (auch wenn ich mir immer noch nicht vorstellen kann, später in diesem Bereich zu arbeiten - aber mal schauen!)

An diesem Tag unterhielten wir uns ein wenig über den Unterschied zwischen Dailysoaps wie beispielsweise “GZSZ” oder “Alles was zählt” und Telenovelas wie “Verliebt in Berlin”.
Betrachet man Dailyformate, wird man auf den ersten Blick gleich ein viel größeres Ensemble von Charketern entdecken, die alle in ihrer eigene Welt ihre Geschichte und Probleme offenbaren.
Bei einer Telenovela bezieht sich die komplette Geschichte auf einen Charakter, alle Nebenhandlungen stoßen ebenso auf diese Haupthandlung hin.
Während Dailies für eine gewisse Unendlichkeit angelegt sind, konzipiert man Telenovelas auf einen bestimmten Rahmen, wie zum Beispiel 240 Folgen.
Auch ist der dramaturgische Rahmen einer Telenovela völlig klar. In den ersten 5 Folgen, meist schon in der ersten, trifft der Hauptcharakter in einem emotionalen High-Emotion-Moment auf die Liebe seines Lebens. Die gesamte Handlung in den 240 kommenden Folgen ist auf das Erreichen dieses Ziels, sprich das Zusammenkommen dieser beiden Personen angelegt. Man weiß zwangsläufig, dass am Ende beide zusammen und glücklich sein werden.

Aber warum erzähle ich das Alles? Und was hat das mit dem ZDF und Erpressung zu tun?
Nun ja, unsere Dozentin erzählte von einer Telenovela, die im Frühjahr an den Start geht, an der sie ebenso dramaturgisch mitgewirkt hat.
Und da wir uns am Montag mit dem gesamten Aufbau dieser 240 Folgen im Groben auseinander gesetzt haben, weiß ich einfach schon, was passiert, wer mit wem zusammen kommt, wer wann udn wo was mit wem hat und so weiter und so fort.
Eins kann ich euch versprechen: Es wird eine absolut trashige Telenovela (also zumindest, dass was ich auf den ersten Blick erkennen konnte), die Geschichte ist wie jede Andere und es passiert sehr viel Zwischenmenschliches, beklopptes und Dinge, von denen ich überhaupt nichts wissen möchte.
Aus diesem Grund könnte man doch nun einen Sevice anbieten, der es erlaubt, Interessierten gegen Geld eine Vorausschau auf kommenden Entwicklungen der Geschichte zu geben.
So eine Art Telenovela-Forecast.

“Gut”, könnte der Eine oder Andere von euch jetzt denken, “sagtest du nicht gerade, dass Telenovelas eh so vorhersehbar sind, dass man schon das Ende weiß?”.
Ja, das sagte ich und meinte es auch so. Aber was sich in der Zwischenzeit so abspielt, kann man vielleicht irgendwann als Zuschauer vorhersagen, aber so genau wie ich es weiß, wahrscheinlich dann doch wieder nicht.

Egal, wen interessiert das eigentlich?
Worauf ich hinaus wollte, ist, dass man an der HFF des Öfteren die Möglichkeit bekommt, an Seminaren und Vorlesungen teilzunehmen, in denen man sein grundlegendes Wissen aus dem Studiengang noch einmal gehörig erweitern kann.
So besuchte ich vor einiger Zeit eine Vorlesung zu Thema “Werbefilmproduktion”. Sehr interessant, auch wenn ich es kannte, weil ich in der Werbung gelernt habe. Aber egal.

So, demnächst erzähle ich mehr über unsere anstehende F1 Dokumentation “Crazy Sexy Mike” (AT) und mit welchen kleinen Tricks der Produktionsleiter (also ich) das Budget eingehalten habe und trotzdem wahrscheinlich High Speed Aufnahmen auf 16mm bekomme.

Bis die Tage,
ich

PS: Eins möchte ich klarstellen. Die oben angedeutete Möglichkeit des Geld-Hinzu-Verdienens werde ich natürlich nicht anwenden.

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Comments

maxe on 18 Februar, 2009 at 15:02 #

na gut, dann gibst du mir die infos einfach gratis und ich mach sie zu geld. verwahre es auf dem impressionsfabrikkonto und komme fein raus, weil du als angehender besitzer/produzent erstmal erklären musst, warum soviel geld auf deinem konto ist, das nur durch informationen zustande kam, die in diesem zusammenhang nur du haben konntest -

verflucht, das hätte ich nicht schreiben sollen. jetzt sagste mir nicht mehr, wie’s ausgeht, oder?


paule on 18 Februar, 2009 at 15:06 #

Gut ich sag dir, wie es ausgeht:
Die kriegt ihn!


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