Posted on 17-07-2009
Filed Under (Allgemein, F1, Studium) by paule

So, das wars.
Zumindest für dieses Semester. Heute war unser letzter Studientag im zweiten Semester.
Und gleichzeitig wurden unsere Erst-Jahres-Dokumentarfilme zum ersten Mal öffentlich gezeigt.
Heute war also der Tag, auf den wir lange gewartet haben und für den wir wochenlang gearbeitet haben.
Als Erinnerung: Dreh war Ende Februar. Wir haben uns 5 Tage lang mit zwei Wrestlern aus Berlin beschäftigt und mit Ihnen unter anderem in Hamburg gedreht.

Ich habe bis heute eigentlich nur eine 30 Minuten Version des Films vor knapp 3 Monaten gesehen. Ansonsten gar nichts. Weder zur Rohschnitt-Premiere im Mai war ich anwesend, noch zur internen Teamsichtung. Sowohl aus Zeit- als auch aus Interessengründen. Ich wolle mir einfach die Vorfreude auf den heutigen Tag nicht nehmen lassen und den fertigen Film sehen.

Und es hat sich gelohnt. Wir waren die Zweiten in der Reihe. Unsere Protagonisten waren da.
Unser Film haut von vornherein auf die Kacke. Fette Mucke, eine geile Animation und zwei Protagonisten, bei denen man über jedes zweite Wort nur lachen kann und muss.
Einfach nur absurd und amüsant. Dazu kommen gewaltige Slow-Motion-Aufnahmen von unserem Wrestling-Kamp aus Hamburg.
Die Zuschauer lachten, feierten und schrieen vor Schmerzen bei einigen Bildern. Sehr geil.

Wir wurden mir großen Applaus gefeiert.
So standen wir also unten vor dem Publikum, hatten unseren Spaß und auf einmal kamen die Jungs sauer runter, weil Philipp, unser Regisseur, die Jungs aus Versehen als “Show-Catcher” bezeichnet hatte.
Da war die Hölle los. Die Jungs schnappten sich Philipp. Der Ton-Philipp und ich versuchten noch dazwischen zu gehen, wurden aber von den Wrestlern gnadenlos zusammen gedroschen.
Claudia, unsere Cutterin, versuchte sich noch an Hussen zu hängen, wurde aber mit ner gekonnten Rolle von den Beiden abgeschüttelt.
Ein letzter Versuch von Philipp und mir misslang erneut. Wir krachten wieder aneinander.

Das Publikum war geschockt, wusste nicht genau, was da wirklich abging, wie ich im Anschluss erfuhr.

Gott sei Dank filmte das Ganze auch noch jemand.
YouTube Preview Image

Die anderen F1 Filme waren auch teilweise ganz interessant mit schönen Einblicken in absurde Menschen und Themen. Und teilweise auch wirklich schöne Bilder.
Ich bin ja eh sehr überrascht über die Qualität der Kameraarbeit in meinem Jahrgang. Sehr positiv überrascht.
Im Anschluss an unsere Premieren mussten wir Produktioner dann noch an die Medienrechts-Klausur. Die große Frage ist, ob sie entweder
1) super schwer war und ich einfach nur gut vorbereitet war oder
2) total leicht war und ich einfach nur Schwein hatte.

Jedenfalls habe ich nicht wirklich gelernt, weil man dafür meiner Meinung nach nicht wirklich lernen konnte. Mal schauen wie es ausgeht.

So, und nun wars das erstmal. Für ein paar Monate. Im Oktober geht es dann weiter mit den Seminaren. Bis dahin können wir zwar weiter Filme machen und arbeiten, aber Vorlesungen und Ähnliches fallen erstmal weg.

Was die Sichtung unserer F1 angeht, muss ich alle leider noch ein wenig vertrösten. Nun muss der Film erstmal einen Negativschnitt erhalten.
Man muss sich das so vorstellen.
Wir haben den ganzen Film ja auf Filmmaterial (16mm) gedreht. Das wurde entwickelt und uns ein Positiv als Arbeitskopie erstellt. Damit haben wir dann traditionell am Schneidetisch den Film geschnitten. Das Original-Negativ bleib im Kopierwerk.
Nun haben wir an dem Positiv herum geschnitten, Schnitte gesetzt und dementsprechend sieht die Sichtungskopie davon jetzt auch aus. Die ganze Zeit springt es hin und her, es sind Kratzer im Bild und so weiter. Eine ganze normale Sache eigentlich.
Nun wird normalerweise im Negativschnitt der fertige Schnitt des Films am Original-Negativ durchgeführt. Somit haben wir am Ende einen ordentliche Kopie unseres Films auf unserem originalen Negativ.
Das lassen wir dann digital abtasten an der Schule und erstellen somit eine digitale Kopie des Films, die dann auf DVD und/oder Digibeta an Festivals geschickt wird.

Sprich es kann noch eine ganze Weile dauern, bis ich euch den Film privat zeigen kann. Und öffentlich zeigen ist natürlich aufgrund der Rechte, die bei der HFF liegen, eher beschränkt und nur im Umfang eines Festivals oder Ähnliches möglich.

Aber es gibt traditionell im Oktober für die Neuen der HFF eine Filmsichtung im Babylon Kino in Mitte.
Sobald dafür ein Termin feststeht, lade ich dazu natürlich ein und würde mich freuen, den Einen oder Anderen dort dann zu sehen und seine Meinung über den Film zu erfahren.
Vorher kümmere ich mich natürlich auch noch um eine Festivalauswertung des Films. Mal schauen, wo wir den Film überall unter bekommen.

In diesem Sinne, viel Spaß und eine gute Vorfreude auf “Point of No Return”

Grüße
Paule

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Comments

Ramón on 18 Juli, 2009 at 15:16 #

Coole Präsentation!


maxe on 20 Juli, 2009 at 18:54 #

tja, die eine oder andere aktion noch bei solchen premieren und du hast deinen namen sicher an der uni!


VLC-Fan on 30 Juli, 2009 at 13:17 #

Interessanter Artikel


[...] Return”. Einen kleinen Einblick in den Dreh bekommt ihr hier Der Film ist an sich nun fertig. Die Premiere war ja auch schon und sorgte für einiges an Aufruhr an der HFF, aufgrund einer kleinen Rangelei [...]


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