Ich halte Terminator und die Grundidee dahinter nach wie vor für eines der besten Konzepte der neueren Filmgeschichte.
Waren “Terminator” und “Terminator 2″ sowohl konzeptionell, visuell und inhaltlich grandiose Filme, die beide auf ihre Art Filmgeschichte geschrieben haben, so kann ich getrost sagen, dass dies “Terminator 4 - Die Erlösung” nicht tun wird.
Ich kann aber auch sagen, dass der Film in meinen Augen nicht ganz so extrem schlecht ist, wie es in der Presse derzeitig suggeriert wird und auch die Fünf Filmfreunde waren wieder mal sehr hart.
Kurz um: Der Film haut nicht wirklich um. McG als Regisseur beweist wieder einmal, dass er visuell grandios ist und auch in Terminator einige wirklich tolle Ideen hatte und diese auch sehr geil umgesetzt hat.
Was auf der anderen Seite aber die Dramaturgie des Films und das Schauspiel angeht, ist der Film unter aller Sau.
Der Typ kann es einfach nicht.
Die Action haut mich wieder mal um, macht teilweise verdammt viel Spaß und lockt mit einigen tollen Ideen und tollen Auflösungen. Der Schnitt gibt dem Ganzen an diesen besagten Stellen den Rest und machen diese Szenen des Films durchaus sehenswert.
Aber kommt man zu den ruhigeren Momenten, wird alles sehr fade, langweilig und so nichtsagend. Dialoge wie “Wir müssen vorsichtig sein. - Ja.” können weder mich, als auch sicherlich die meisten Zuschauer hinterm Ofen vorlocken.
Doch kommen wir kurz zur Geschichte:
Es ist nun endlich die Zeit nach dem Judgement-Day, genauer gesagt 2018.
Skynet ist mal wieder dabei, die Menschen auszulöschen. Zumindest versuchen sie es. John Connor, gespielt von Christian Bale, ist für den Widerstand tätig, und hat gerade einen Weg gefunden durch einen Pfeifton die Terminatoren auszulöschen. Toll, ne? So soll nun also eine große Attacke auf Skynet gestartet werden und damit der Krieg beendet werden.
Connor stellt sich natürlich gegen dieen Angriff, da er weiß, dass Skynet Menschen jagt und an ihnen Experimente durchführt.
Er will die Menschen aus der Zentrale retten, bevor diese zerstört wird, weil dort auch Kyle Reese, sein zukünftiger Vater, gefangen gehalten werden. Hilfe bekommt er von einem Typen namens Marcus, gespielt von Sam Worthington, bei dem unklar ist, was für eine Rolle er jetzt eigentlich spielt.
Gut, diese Frage klärt sich glaube ich für jeden versierten Zuschauer sehr schnell, auch wenn die “offizielle” Auflösung erst später kommt. Womit wir schon beim Thema wären. Der Film ist vorhersehbar. Es gibt keine wirklich großen Überraschungen, wo man sagen könnte, dass haue einen nun vom Hocker und lenkt die Geschichte in eine ganz neue und unerwartete Richtung.
Die Darsteller, an sich eine Riege von tollen Leuten, wirken fast alle völlig unterbemittelt und gelangweilt. Der große Christian Bale hat sowas von keinen Biss im Charakter und langweilt mich persönlich total. Der Einzige, der sowohl dramaturgisch als auch charakterlich eine Entwicklung darstellt und teilweise ganz interessant wirkt, ist Marcus.
Aber das wars auch schon.
Wie gesagt, die Action ist nett anzusehen und unterhaltsam. Man setzt auf einige sehr gut inszenierte One-Shot-Plan-Sequenzen, die im Stile von “Children of Men” schon echt was hermachen. An sich ist der ganze Film sehr auf Kriegsgeschehen ausgelegt und punktet total im Sounddesign.
Auch finde ich die zur Schau gestellten Maschinen verdammt geil. Da kommen einige schöne Ideen zusammen, die sowohl toll inszeniert sind, als auch vom Sound her verdammt geil rüber kommen.
Was ich mich natürlich frage, sind dann so Sachen wie, warum in den Zentralen und Lager der Maschinen Computer rumstehen, die ganz normal von Menschen bedient werden können? Stellen sich die Terminatoren in ihrem Endoskelett dann auch da an einen solchen Windows PC und geben ihre Fragen ein? Oder twittern Sie vielleicht sogar?
Ziemlich bekloppte Vorstellung, ich weiß. Aber im Endeffekt wird das im Film suggeriert.
Es gibt viele peinliche Unklarheiten, die sich bei einer guten Dramaturgie und einer spannenden Geschichte locker verspielen würden. Hier tun sie es halt nicht.
Auch ist der Einsatz von “Terminator”-typischen Sätzen und Blicken mehr als übertrieben gelöst.
War ich anfangs noch der Meinung es gut zu finden, wenn Kyle sagt “Komm mit mir, wenn du leben willst”, ist es schon irgendwie lächerlich, wenn Bale einen Abflug macht und sagt, “Ich komme wieder”.
Man kann wirklich sagen, dass aus dem typischen Terminator-Grundgedanken und den damit verbundenen Elementen nicht mehr viel übrig geblieben ist.
Waren es in den ersten beiden Teilen noch Powerfrauen und ihr verbitterter Kampf gegen einen unbesiegbaren Feind, der einfach die Angst beim Zuschauer schürte und damit eine Ausweglosigkeit offenbarte, finden wir im neuen Film weder starke Powerfrauen, noch wirken die Terminatoren wirklich bedrohlich, da sie mit einfachsten Mitteln besiegt werden können.
Entweder durch das Stellen einer Seil-Falle (wie absurd, beim nächsten Mal könnte man den quasi auch ein Bein stellen), durch blankes Erschießen oder durch andere wirklich harmlose Arten und Weisen.
Lediglich eine Technik, die in einem früheren Terminator-Film, als schon eine fortgeschrittene Version der Kampfmaschinen unterwegs war, Wirkung zeigt, findet keinen Anklang bei den Anfangsmodellen des T-800, der sich gegen Ende des Films empor hebt. Ziemlich absurd und macht vom zeitlichen Ablauf in der Gesamtgeschichte des Franchises absolut keinen Sinn.
Zur großen Freude findet aber ein alter Bekannter zurück in den Film. Leider nur in digitaler Variante, aber durchaus annehmbar und überraschend real. Ich war begeistert.
Tja, was soll man sagen? Der Film verheizt das Talent von guten Darstellern, die keine Chance haben, diesen Film zu retten. Auch die Arbeit vom sonst so grandiosen Danny Elfmann im Bereich der Filmmusik ist nicht sonderlich bemerkenswert und erwähnenswert. Und dem Abspann hätte vielleicht der Remix von Christian Bales’ Wutausraster vom Set ganz gut getan.
Ich bin gespannt, ob da längerfristig ein weiterer Teil kommt und ob Mr. Bale dort auch wieder auftauchen wird. Laut Insider-Kreisen versucht er aus seinem bestehenden Vertrag heraus zu kommen.
Man darf gespannt sein.
(Dank ab Batzman für seine Kritik auf www.fuenf-filmfreunde.de und einige sehr tolle verbale Vorlagen, die ich frei zitiert habe oder als Vorlage genutzt habe.)
Also mit anderen Worten Kino muss nicht sein wenn man nen Kumpel mit ner dicken Glotze hat
Oh man. Wir haben uns echt amüsiert. Das war echt nicht nötig. Soviel Bock Mist aufeinen Haufen. Total billig und überhaupt nichts von den anderen „Trilogie“ erhalten. Das Ende bringt den größten Lacher. Maschinen die Ihre Informationen visualisieren müssen um Sie in digitale Informationen umzuwandeln.
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