Posted on 26-12-2008
Filed Under (Allgemein, Medientechnik) by paule

So, nachdem nun einige Tage vergangen sind, in denen ich mir den Film nicht angeschaut habe, konnte ich mir jedoch ein paar Gedanken machen.

1) Im Kino läuft ein Film mit 24 Bildern pro Sekunde am Projektor vorbei. Im Fernsehen, bzw. auf Video/DVD im PAL Raum haben wir jedoch 25 Bilder pro Sekunde, was, wie jedem auffallen sollte, einige Probleme mit sich bringen könnte. Aus diesem Grund wird meist das sogenannte “PAL Speedup” Verfahren angewendet, um Kinofilme auf DVD zu bringen. Dabei wird das Bild einfach um knapp 4% beschleunigt und die erhöhte Tonspur einfach über einen Pitcher wieder normal geregelt. Fällt im Normalfall gar nicht auf. Der einzige Anhaltspunkt ist der, dass die DVD Version einfach mal etwas kürzer ist, als die Kinoversion, da sie ja schneller läuft. Blöd. Wenn man nun also, so wie ich es getan habe, die Kinolaufzeit mit der DVD Laufzeit vergleicht, kann man auf den ersten Blick gar nicht erkennen, ob der Film auf DVD nun geschnitten ist, oder nicht. Hilft halt nur ein Einzelszenen-Vergleich. Fällt mir gerade aber etwas schwer, da ich mir damals im Kino leider keine Kinokopie mitgenommen habe. Mist, bei anderen Filmen mache ich das sonst immer.

Stellt sich aber jedem die Frage, warum die Blu Ray DVD nun 152 Minuten Lauflänge hat. Tja, auch leicht zu beantworten; weil diese nämlich mit 24 Bildern pro Sekunden abläuft, nicht wie bei einem normalen DVD Player mit 25. Tja, da haben wir es.

Bleibt trotz alledem noch das Problem mit den springenden IMAX Formaten.

Ich habe es zeitlich geschafft, mir wenigstens einmal kurz die auf der Bonus DVD enthaltenen IMAX Sequenzen des Films anzuschauen. Dabei fiel auf, dass das normal mit 35mm Filmmaterial aufgezeichnete Material (mit einem Seitenverhältnis von knapp 2,34:1, das entspricht dem sogenannten Cinemascope) ein sehr breites Bild hat (quasi 16:9), während die mit IMAX Kameras aufgezeichneten Bilder mit einem Format von knapp 1,36:1 aufgezeichnet wurden. Dieses IMAX Format entspricht mehr dem alt-bekannten und fast schon nostalgischen 4:3 Format, welches wir noch von einigen Fernsehern und Sendungen und alten Filme kennen.
Anders gesagt, das Bildformat springt, wenn man sich den Film nun anschaut.
Als Beispiel habe ich einfach mal zwei Bilder aus dem Material heraus kopiert, um es zu verdeutlichen.

So, meine Fragen sind nun:
1) Spring das Bild in der Blu Ray Version des Films auf einem HD Fernsehen nun hin und her in diesen Szenen (Die Lamborghini Szene fällt da glaube ich besonders auf, da nur die Szene mit dem Lamborghini und dem Unfall auf IMAX gedreht wurden, die dazwischen geschnittenen Szenen auf 35mm)

2) Wie war das im Kino? Hat man da auch das Bild hin und her springen sehen, bzw. war es mal groß, mal klein?

3) Wie läuft das im besten Falle, wenn man diese beiden, völlig unterschiedlichen Formate mit unterschiedlichen Auflösungen, zusammenbringen möchte.
Entweder das 35mm Bild wird verändert oder das IMAX Format. Wie läuft das nun?
So ganz verstanden habe ich es noch nicht.

Ich werde mir das mal als Frage für meinen Medientechnik-Dozenten nehmen und ihn im neuen Jahr mal damit konfrontieren. Oder eventuell als Vor-Diplom-Arbeits-Thema nehmen.

So, das war meine Anmerkung zum Thema “THE DARK KNIGHT” FARCE.
Trotzdem ist es ein geiler Film, ein toller Soundtrack und sehr enttäuschend, dass er bei den Golden Globes nicht mehr Nominierungen eingefahren hat. Bin sehr auf die Oscars 2009 gespannt.

So long
Paule

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Comments

Ramón on 1 Januar, 2009 at 13:59 #

Gesundes Neues JAHR!
zu 1) Ich habe das “springen” auf einem Full HD LCD-TV nicht beobachten können. Aber mit einem Full HD Beamer habe ich es gesehen und musste deswegen das Beamerbild für die Leinwand neu anpassen.

zu 2) Ich kann mich nicht erinnern, dass mir das im Kino aufgefallen wäre. Ich habe auch nicht explizit drauf geachtet.

zu 3) Gute Frage. Würde mich auch mal interessieren.


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